The Endergames

Mein Blick glitt in die Runde. Zwölf Tribute, uns ich war eine davon. Wie fest gewurzelt stand ich auf meiner Plattform, eingeschüchtert durch meine stark wirkenden Gegnern. Das Spiel bestand hauptsächlich aus Teams. Ja, auch ich hatte meinen Partner. Kaycie, meine kleine Schwester, die zusammen mit mir an den Spielen teilnahm. Die letzten Zehn Sekunden brachen an und mein Blick fiel auf Chrisi. Er war jünger als ich, dennoch hatte er mehr Erfahrung im Kampf. Anscheinend hatte er bemerkt dass ich ihn beobachtete, denn er nickte mir aufmunternd zu. Pah, ich habe keine Angst vor dir. Ich wendete mich wieder den Kisten zu. Ein lautes kreischen, dass die Spiele eröffnete, und alle stürzten vor. Ich schaffte es nicht mir etwas aus den Kisten zu nehmen. Panisch wirbelte ich herum, suchte verzweifelt meine Schwester. Doch diese ist anscheinend schon von der Plattform gesprungen. Kaycie du Dummkopf! Eine andere Person am Rande der Plattform lenkte meine Aufmerksamkeit auf sich. Batschi! Anscheinend hatte er keinen Partner. Ich lief zu ihn, er nickte mir zu und wir sprangen zusammen hinunter. Ungeschickt klatschte ich auf dem Wasser auf, mein Körper wurde für einige Sekunden Taub. Ich strampelte und tauchte auf. Die meisten Spieler hatten sich schon am Land versammelt während der Rest versuchten, ferner gelegte Inseln zu erreichen. Ich musterte die Einzelnen Teams. Im Wald konnte ich Peter und Johann erkennen, einige Meter von ihnen entfernt, Chrisi und Alex. Im Wasser waren dagegen Snoxh und Chaos. Von Kaycie aber keine Spur. Melina und Maxine standen am Ufer, halfen Batschi und mir aus dem Wasser. Ich bin froh alle Drei auf meiner Seite zu wissen.

Die Friedensphase war vorbei und alle Teams hatten sich aufgerüstet. Auch mein Team hatte gute Chancen. Batschi glitt voraus durch den Wald. Maxine, Melina und ich ihm hinterher. Ab und zu fiel ich etwas zurück, sammelte Kisten ein. Aber getrennt wurden wir bis jetzt noch nicht. Leider hielt das nicht lange an, denn in den Endergames wird einem nichts leicht gemacht. Die Kisten porten sich ständig hin und her, sogar die Spieler werden hin und wieder durcheinander gewürfelt. Es dauerte nicht lange, dann wurde Melina bereits weggeportet und Alex nahm ihren Platz ein. Dieser wirbelte erschrocken herum, schlug nach Maxine und Batschi. Ich war zu weit entfernt um mit zu kämpfen, hörte aber den lauten Donner, der das sterben eines Tributes verkündete. Schnell sprang zu Maxine die gerade ihr Schwert durch das von Alex tauschte. Wir nickten uns kurz zu, dann ging es bereits weiter. Nach einiger Zeit ließen wir den Wald hinter uns und wechselten zu einer Tundra. „Da vorne!“ Maxine deutete auf zwei Silhouetten die uns entgegen kamen. Ich nahm mein Schwert in die Hand und warf einen scharfen Blick auf unsere Gegner. Es waren Chaos und Snoxh. Ein kurzer Moment gefüllt mit Stille, dann gingen wir aufeinander los. Batschi kämpfte gegen Chaos, während, Maxine und ich, Snoxh umzingelten. Dieser versuchte uns abzuschütteln, doch gelang ihm dies nicht. Ich wollte ihn gerade den letzten Schlag verpassen, als ich plötzlich mit einen anderen Spieler den Platz wechselte. Nein, nicht jetzt! Dreimal ertönte der Donner, danach war es ruhig. Zitternd begutachtete ich meine neue Umgebung. Ich war immer noch in der Tundra, aber nichts kam mir bekannt vor. Erneut ein Donner, wer nun? Ich seufze, das ist doch Wahnsinn! Unsicher machte mich auf den Weg Batschi und Maxine zu suchen, sofern beide noch lebten. Doch war ich nicht lange alleine. Ein Pfeil verfehlte mich um Haaresbreite und ich stolperte unbeholfen hinter einen Baum. Erneut nahm ich mein Schwert und stellte mich meinen Gegner. Es war Chrisi, der oben am Abhang stand, und seinen Bogen auf mich gerichtet hatte. Sein Pfeil traf meine Schulter und ich bis meine Zähne vor Schmerz zusammen. Nun nahm er ebenfalls sein Schwert in die Hand und stürzte sich auf mich. Ein lauter Donner, alles war vorbei. Ich hatte Chrisi besiegt. Keuchend sank ich neben ihn auf den Boden. „Es tut mir leid.“ flüsterte ich und machte mich wieder auf den Weg. Gedankenverloren folgte ich einen Fluss, der sich durch die Tundra schlängelte und in den Wald führte. Hat es überhaupt noch einen Sinn nach Melina, Batschi und Maxine zu suchen? Kein Lebenszeichen, von niemanden. Sie können alle Drei genauso Tod sein. Ich nahm meinen Kompass in die Hand, er zeigte mir den Weg zum nächsten Spieler. Ich lief noch eine Weile am Fluss entlang, trennte mich dann aber im Wald von ihm. Meine Schritte verlangsamten sich, er muss ganz in der nähe sein, mein nächster Gegner. Das Gebüsch raschelte und Snoxh sprang heraus. Ich hielt die Luft an und spannte meinen Bogen, hielt aber inne. Er hatte mich sofort bemerkt und musterte mich neugierig. Seine Miene wurde nachdenklich. Einige Sekunden vergingen, dann ging er weiter, ohne auf mich zu achten. Ich wollte ihn gerade hinterher eilen, doch als er sich erneut zu mir wendete, und sein Blick feindlich war, blieb ich fest gewurzelt stehen. „Nur dieses eine Mal“, hob er drohend an, „grüß Batschi schön von mir, ja?“. Und schon verschwand er im Dickicht des Waldes. Ich blinzelte, was meinte er? Soll das heißen, Batschi lebt? Wenigstens wusste ich nun von einen Lebenden. Aber wieso hat er mich verschont? Früher oder später werde ich wahrscheinlich ihn gegenüber stehen müssen. Meine Reise führte weiter durch den Wald, ein weiterer Donnerschlag ertönte und meine Hoffnung, mein Team je wieder zu finden, schwindet mit jeden Schritt. Durch die Bäume konnte ich eine Gestalt erkennen, die mir den Rücken zugewannt hatte. Ich zuckte mein Schwert und schlich mich an. Doch bevor ich meinen Überraschungsangriff starten konnte, wirbelte die Gestalt schon herum und richtete seinen fragenden Blick auf mich. „Batschi!“ rief ich vor Erleichterung und lies mein Schwert fallen. Er scheint ebenfalls erleichtert und lächelte. „Was ist passiert als ich weggeportet worden bin? Lebt Maxine noch?“ fragte ich mit gepresster Stimme. Batschi schüttelte bedauernd den Kopf. Maxine, wieso? Wäre ich nur einige Sekunden später verschwunden, hättest du bestimmt überlebt. Batschi stubste mich an und drückte mir einen Kompass in die Hand. Ich nickte und zusammen machten wir uns auf den Weg, die restlichen Spieler aufzuspüren.

Wir waren erneut in der Tundra, an dem Platz, an dem ich mit Nico tauschte, und dieser deswegen starb. Mein Blick fiel zurück auf den Wald. Sie sind immer noch dort, dass andere Team, suchten uns aber ebenfalls. Es dauerte nicht lang, dann kam Peter an den Fluss, der Tundra und Wald voneinander trennte, an. Hinter ihm taucht eine weitere Gestalt auf. Ich erwartete Johann, aber riss meine Augen auf, als ich Kaycie erkannte. „Kaycie!“ schrie ich und rannte zum Ufer. Sie hatten uns nun ebenfalls bemerkt und winkten uns zu. Ich nahm meine Enderperle und wollte sie Richtung Kaycie werfen, doch Snoxh kam mir zuvor. Er schlug Kaycie ins Wasser, beide tauchten sie unter. Ein, Zwei Sekunden die mir wie eine halbe Ewigkeit erschienen, vergehen. Dann kam Donner. Snoxh kletterte aus den Wasser, sein Blick fiel auf mich. Ich nahm mein Schwert in die Hand, und stellte mich ihn gegenüber. Wenn ich sterbe, werde ich ihn jedenfalls mit mir neben. Ein Donner ertönte und im Augenwinkel erkannte ich das Batschi Peter umgebracht hatte. Snoxh sah den Donner wohl als Startschuss, denn er stürzte sich blitzschnell auf mich. Unter dem Kampf tauschen wir kurz Plätze, aber das behinderte uns nur wenig. Ein letzter Schlag, ein triumphierender Donner. Ich hatte Snoxh besiegt, auch wenn er mir ziemlich viel Schaden gemacht hatte. Mein Blick glitt zu Batschi, er könnte mich mit einen Schlag besiegen und würde gewinnen. Aber was dann geschah, werde ich nie vergessen. Er lächelte mir vom anderen Ufer aus zu. Er lächelte einfach nur und verschwand im Wald. „Batschi warte!“, doch bevor ich überhaupt reagieren konnte ertönte schon der Donner. Ich keuchte und fiel auf die Knie.

 

Die Gewinnerin dieser Runde ist Leevy!

 


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